Das andere Schulzimmer

In Mannheim gibt es seit dem 8. Oktober 2018 ‚Das andere Schulzimmer‘.

Nicht nur in deutschen Großstädten, aber eben auch hier zulande, ist es für junge Menschen nicht immer einfach, einen Schulabschluss zu erreichen. Das Hauptproblem ist, dass das System der Schulen nicht immer zu dem passt, wie junge Leute lernen können. Lernen im Gleichschritt, immer nach Lehrplan und meist nicht nach den Interessen der SchülerInnen, Lernen in einem Klassenverband der auf Wettbewerb ausgerichtet ist, Lernen nach festgelegtem Stundenplan – Mathematik oder auch Deutsch oder ein beliebiges anderes Fach z.B. immer am Dienstag von 8:45 – 9:30 Uhr, Lernen nach Fächergrenzen, Lernen in Häppchen, für alle das gleiche Thema, die gleiche Fagestellung. Keine Mitsprache der SchülerInnen zu dem, was gelernt werden soll und wie gelernt darf. Demokratie in der Schule schon, aber nicht im Unterricht!

Wie soll es denn auch anders gehen? Wenn da jeder lernen wollte, was er lernen will – das kann ja gar nicht funktionieren! Und wer da nicht mitzieht, der wird ausgesondert. Bekommt es schwarz auf weis, das er jetzt nicht das gelernt hat, was alle in der Klasse lernen müssen. So ist das eben. Die Lehrer müssen bestimmen, was gelernt werden soll – das ist doch ganz klar!

Nur, wer da nicht mitzieht ist nicht doof, ist nicht unfähig. Er hat möglicherweise nur Schwierigkeiten sich einzupassen in diesen Lernzwang, den Schule zelebriert. Das führt in vielen Fällen bei SchülerInnen in eine Verweigerungshaltung. Sie haben gar keine Lust mehr sich diesem ‚Lernen müssen‘ auszusetzen. Unweigerlich führt das zu schlechten Noten. Im Extremfall – der so extrem selten gar nicht ist – sogar zur Abschulung.

Schule – so wie sie seit jahrzehnten ist – scheint unfähig, ein Lernen ohne Zwang zu ermöglichen. Ohne diese harte Struktur aus Lehrplan und Zeitplan, ohne Kontrolle: Abfragen, Tests, Klassenarbeiten, ohne den gnadenlosen Wettbewerb um gute Noten.

So ist es eben nicht! Babies und Kinder lernen vom ersten Tag ihres Lebens – meist sehr erfolgreich! Viele Kinder können schon vor Schulbeginn rechnen und Lesen, manche sogar auch schon schreiben. In der Schweiz und wahrscheinlich auch anderswo, wachsen Kinder sogar mehrsprachig auf. Ohne den schulischen Lernzwang! Um dann in der Schule zu versagen? Ist doch Irre!

Und das ist alles auch noch abhängig von bestimmten Voraussetzungen: Bildungsstand der Eltern, von der finanziellen Situation der Familie, … . „20,8 % der unter 15jährigen sind von Kinderarmut betroffen, 60 & der unter 18jährigen weisen einen Migrationshintergrund auf und die Schulabbrecherquote liegt bei 6,3 %. “ https://www.das-andere-schulzimmer.de/hintergrund-idee

So ist es eben nicht! Babies und Kinder lernen vom ersten Tag ihres Lebens – meist sehr erfolgreich! Viele Kinder können schon vor Schulbeginn rechnen und Lesen, manche sogar auch schon schreiben. In der Schweiz und wahrscheinlich auch anderswo, wachsen Kinder sogar mehrsprachig auf. Ohne den schulischen Lernzwang! Um dann in der Schule zu versagen? Ist doch Irre! Und das ist alles auch noch abhängig von bestimmten Voraussetzungen: Bildungsstand der Eltern, von der finanziellen Situation der Familie, … . „20,8 % der unter 15jährigen sind von Kinderarmut betroffen, 60 & der unter 18jährigen weisen einen Migrationshintergrund auf und die Schulabbrecherquote liegt bei 6,3 %. https://www.das-andere-schulzimmer.de/hintergrund-idee

Wer also in einer Familie aufwächst, in der die Eltern einen guten Schulabschluss erreicht haben, die nicht von Armut betroffen sind, die keine ‚Migranten‘ sind, die ihre Kinder mit Interesse an ihrem Lernen und vielleicht mit Nachhilfe unterstützen können, die brauchen kein anderes Schulzimmer.

Wenn es nicht so gut klappt, für die gibt in Mannheim eine Initiative: Das andere Schulzimmer. Dort können Jugendliche, die in der Schule ‚versagt‘ haben, ihnen fehlende Schulabschlüsse nachholen. Und das klappt! Nicht immer – selbst wollen muss man schon.

„Deshalb ist es das Ziel des anderen SchulZimmers, diese Jungen Menschen darin zu unterstützen, ihren individuell höchstmöglichen Bildungsabschluss zu erreichen, um so einen guten Berufseinstieg zu ermöglichen. Das andere SchulZimmer möchte ein Ort für junge Menschen sein, die ihr Leben in die eigene Hand nehmen und sich eine Zukunft durch Bidlung aufbauen möchten. Es möchte ihnen einen Raum geben, in dem sie sich wohl und sicher fühlen und unterstützung erfahren.“ https://www.das-andere-schulzimmer.de/hintergrund-idee

Junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren können jederzeit von Montag bis Freitag von 15:00 bis 18:00 Uhr selbst oder telefonisch 0621-48495171 ein Aufnahmegespräch vereinbaren. Weitere Informationen unter der Internetadresse http://das-andere-schulzimmer.de

Den Beitrag im Deutschlandfunk über ‚Das andere SchulZimmer‘ kann man hier nachlesen und mit Smartphone oder Tablet auch anhören:

https://www.deutschlandfunk.de/spendenfinanziertes-projekt-lebensmut-durch-schulabschluss.680.de.html?dram:article_id=464003

Eine Antwort auf „Das andere Schulzimmer“

  1. Das andere Schulzimmerund sein Kooperationspartner Die Traum-Schmiede gehören zu den Gewinnern beim MVV-Sponsoringfonds!
    Dank eurer/Ihrer Unterstützung haben wir den vierten Platz erreicht und gehören damit zu den fünf Projekten, die jeweils 2.000 Euro von der MVV erhalten.

    Die Prämierung ist am Samstag, 7. Dezember 2019 ab 11 Uhr im MVV Hochhaus anläßlich der Eröffnung des MVV-E.forums mit dem Comedian CHAKO Habekost.

    Ohne all die Menschen, die täglich für uns abgestimmt haben, wäre das nicht möglich gewesen! Ganz herzlichen Dank an alle!

    Jetzt können wir bald mit unserem Berufseinstiegs-Projekt „Company Talks“ starten!
    Herzliche Grüße aus dem anderen SchulZimmer,

    Ute Schnebel

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